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25.04.2012

SKI SHOW – THE FREESKI DESIGN FROM VÖLKL

Der Skisport ist so vielfältig wie nie zuvor. Die Technik schreitet mit Riesenschritten voran und mit ihr die Fülle der sportlichen Möglichkeiten. Waren Skier früher oft genug nur Mittel zum Zweck, sind sie heute oft genug echte Meisterwerke – technisch aber auch optisch. Denn eines ist klar: Das Auge fährt mit! Hierzu sprachen wir mit Patrick Wesch, dem verantwortlichen Völkl Produktmanager für das Ski-Design der Freeski und Tourenski.

Touring Masterpieces 2012-13

Touring Masterpieces 2012-13

Patrick, welche Rolle spielt Deiner Meinung nach das Ski-Design heute bei der Kaufentscheidung?

Freeski und Tourenski sind Lifestyle Produkte und die Identifikation der Fahrer als Teil der Freeski-Szene oder der Touren-Szene ist sehr wichtig. So fühle ich selbst auch. Skifahren ist ein Teil von mir und ein Ski ist mehr als nur ein Sportgerät für mich. Die Grafik ist dadurch schon sehr wichtig geworden. Einfach gesagt muss ein guter Ski zwei Voraussetzungen erfüllen: Er muss super fahren und super aussehen.

 

Das Angebot von Völkl umfasst weit über 50 unterschiedliche Modelle pro Jahr. Das bedeutet eine Vielzahl neuer Designs. Woher stammen die ganzen Entwürfe? Wie kommt man auf die Ideen?

Wir arbeiten hier völlig frei. Alle Grafiken kommen von externen Leuten. Studenten, Künstler, Grafikdesign-Büros... Das hat Vorteile und Nachteile. Es ist nicht einfach, jedes Jahr über 50 echt schöne neue Grafiken zu bekommen, aber dafür können wir kreativ jedes Jahr aus dem Vollen schöpfen.

 

Skizzier doch bitte mal in Stichworten den typischen Prozess beim Design eines neuen Skis. Wie lange dauert es von der Idee bis zum Endergebnis? Welche Schritte liegen dazwischen?

Unsere Grafiker sind so unterschiedliche Typen, dass man kaum von einem einheitlichen Prozess sprechen kann. Bei Einem klappt es sofort und die Qualität der Grafik ist Wahnsinn, bei Anderen braucht es schon mal drei oder vier Anläufe. Die Arbeit mit den Grafiken ist ein sehr offener und dynamischer Prozess.

Beim Aussehen von Freestyle-Skiern sind der Kreativität – so meint man – keine Grenzen gesetzt. Gibt es dennoch „No-Gos“? Welche Motive wird man vergeblich auf einem Völkl Ski suchen?

Bei der Vielzahl an Grafiken die jährlich auf den Skimarkt kommt ist es schon wichtig, ein eigenes Gesicht zu haben. Viel dabei ist mehr Bauchentscheidung als konkretes No-Go. Konkret möchte ich aber auf keinen Fall blutrünstige oder brutale Illustrationen auf unseren Ski haben. Sonst lasse ich unseren Designern oft sehr freie Hand für die ersten Versuche. Sie sollen Ihr eigenes Potenzial ausschöpfen können.

Aus Niederbayern in die weite Welt: Völkl Ski sind rund um den Globus erfolgreich. Inwiefern trägt das Ski-Design zur Internationalität bei? Wie geht man mit unterschiedlichen Design- oder Farb-Präferenzen in den verschiedenen Ländern um? Gibt es die überhaupt?

In den Szenen sind die Vorstellungen weltweit gar nicht so verschieden. Die Globalisierung unserer Welt macht sich in Subkulturen schon sehr bemerkbar. Einen Freestyler aus Österreich oder Italien kann man äußerlich nicht von einem aus den USA oder Kanada unterscheiden. Ansonsten kommen unsere Ski zwar aus Niederbayern, die Grafiken aber aus der ganzen Welt. Wir hatten mal eine Designerin die von Thailand aus gearbeitet hat...

Die Geometrie eines Skis lässt nicht viel Spielraum für flächige Motive. Wie beeinflusst das die Gestaltung? Gab es schon einmal Ideen, von denen Du begeistert warst, die sich aber partout nicht auf  zwei „langen Brettern“ unterbringen ließen?

Die Künstler sollen sich von Anfang an mit der speziellen Form des Skis befassen. Neben dem rein grafischen Design spielen hier auch zahlreiche konstruktionsbedingte Faktoren wie Geometrie, Flex, Rocker, Tip Tail Form, Seitenwangen, Belag etc. eine wichtige Rolle. Das alles muss in Funktion und Design perfekt harmonieren, um das Produkt emotional aufzuladen.


Völkl legt seit jeher Wert auf einen Look, der eigenständig und innovativ ist. Stilprägend war z.B. das Tiger-Streifenmuster aus den 70er Jahren. Wie würdest du die Grundpfeiler des Völkl Designs beschrieben?

In einer lebendigen Szene wie im Skisport möchte ich mich nicht zu sehr fixieren. Mein Ziel ist deshalb sehr einfach: ein Ski muss super aussehen. That´s it.

Gerade in der neuen Ski-Kollektion 2012/13 gibt es einige Modelle, die auch als Kunstwerke im Museum ausgestellt sein könnten. Kompliment dafür! Welches ist Dein persönlicher Liebling 2012/13?

Shiro, Pyra und Kink. Danke für die Blumen.

Und welcher ist Dein All-Time-Favourite-Völkl-Ski?

Ein All-Time-Favourite habe ich nicht... Unsere Ideen und unser Style müssen sich ständig verändern und entwickeln...


Danke!